Der Jakobsweg

Unterwegs auf dem Pilgerweg des Mittelalters

Viele Jahrhunderte gehörte Santiago de Compostela zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten der christlichen Welt. Der Weg zum Grab des Apostels Jakobus war eine der Hauptadern des religiösen und kulturellen Lebens und wurde zum Motor für die Verbreitung und Festigung des Glaubens. Auf der ersten europäischen Kulturstraße folgen wir den Spuren von Generationen von Pilgern. Wir besuchen auf unserer Studienreise die alten Königsstätte Pamplona, Burgos und Léon und bewundern ihre prachtvollen gotischen Kathedralen. In Astorga sehen wir den außergewöhnlichen Bischofspalast des katalanischen Architekten Antoní Gaudí. Wir wandern zum Cruz de Ferro, das den höchsten Punkt des spanischen Jakobswegs markiert. Auf dieser wichtigen Station des Pilgerwegs legen die Wanderer nach alter Tradition als Symbol der Läuterung einen mitgeführten Sorgenstein ab.

Bildergalerie der Reise
  • 1. Tag: Flug nach Bilbao

    Nach der Ankunft begrüßt Sie Ihre Reiseleitung. Ein erster Höhepunkt unserer Reise ist der Besuch des für seine außergewöhnliche Architektur berühmt gewordenen Guggenheim-Museums. Anschließend fahren wir durch die bizarre Berglandschaft Nordspaniens nach Pamplona. Die Hauptstadt der Provinz Navarra am Fuß der Pyrenäen ist unser Standort für zwei Übernachtungen. Bei einem Informationsgespräch stimmt uns die Reiseleitung am Abend auf die Reise ein. 165 km

  • 2. Tag: Pamplona und die Pyrenäen

    Am Vormittag unternehmen wir einen Rundgang durch das historische Zentrum von Pamplona. In der gotischen Kathedrale und im Kreuzgang entdecken wir einige besonders schöne Beispiele mittelalterlicher Bildhauerkunst. Anschließend sehen wir das Rathaus und den einladenden Stadtplatz Plaza del Castillo. Nachmittags fahren wir zum Pass von Ibañeta, einem der beiden Hauptübergänge über die Pyrenäen. Von dort wandern wir auf dem Pilgerweg hinab nach Roncesvalles mit seiner dreischiffigen Stiftskirche und weiter in das schöne Dorf Burguete, von wo aus wir nach Pamplona zurückfahren. 100 km

  • 3. Tag: Ins Tal des Ebro

    Wir verlassen Pamplona und fahren nach Eunate, wo wir die achteckige Grabeskirche Santa María de Eunate besuchen. Die schlichte Kapelle liegt romantisch inmitten weiter Felder und wird von einem freistehenden Arkadenring geschützt. Unser nächstes Ziel ist die berühmte Pilgerbrücke von Puente la Reina, die in eleganten Bögen den Río Arga überspannt. Am Nachmittag führt eine Wanderung von Puente la Reina nach Mañeru. Anschließend besuchen wir in Estella den Palast der Könige von Navarra. Die prunkvolle Fassade mit ihren weiten Bögen ist eines der wenigen Zeugnisse romanischer Profanarchitektur in Spanien. Sehenswert ist auch die Kirche San Pedro de la Rua mit ihrem schönen Kreuzgang. Nach einer Weinprobe im Rioja-Gebiet erreichen wir am Abend Logroño im Ebrotal zur Übernachtung. 95 km

  • 4. Tag: Das kastilische Hochland

    Erstes Ziel unserer heutigen Etappe ist die ehemalige Königsstadt Nájera. In der Klosterkirche Santa Maria la Real sehen wir einige Grabmäler der Herrscher Navarras. Anschließend spazieren wir durch die Gassen von Santo Domingo de la Calzada, wo sich das „Hühnermirakel“ abgespielt haben soll. Eine kleine Wanderung führt von San Juan de Ortega nach Agés. Am Nachmittag treffen wir in Burgos ein, unserem Standort für die beiden kommenden Übernachtungen. Die ehemalige Hauptstadt Kastiliens war eine der wichtigsten Etappen auf dem Jakobsweg und besitzt eine Fülle von bedeutenden Architekturschätzen. 115 km

  • 5. Tag: Burgos und Santo Domingo de Silos

    Am Vormittag besichtigen wir die gotische Kathedrale von Burgos. Das mächtige Bauwerk beeindruckt durch seine kunstvolle Architektur und wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Anschließend führt ein Ausflug zur Kirche Quintanilla de las Vinas aus westgotischer Zeit und nach Covarrubias, einer der schönsten alten Städte Kastiliens. Zum Abschluss des Tages besuchen wir das für die gregorianischen Gesänge der Mönche bekannte Kloster von Santo Domingo de Silos und bewundern den herrlichen Kreuzgang. Bevor wir unsere Reise am nächsten Tag fortsetzen, empfiehlt sich ein abendlicher Bummel über die stimmungsvolle Plaza Mayor und durch die malerischen Gassen der Altstadt von Burgos. 140 km

  • 6. Tag: Die Stille der Meseta

    Zum Auftakt des Tages führt eine leichte, etwa einstündige Wanderung durch die Meseta nach Hontanas. Über Castrojeriz fahren wir weiter nach Frómista, wo wir die frühromanische Kirche San Martín besuchen. Die mittelalterliche Hallenkirche aus dem 11. Jh. wurde zum Vorbild für zahlreiche Sakralbauten auf der iberischen Halbinsel. Am Nachmittag besichtigen wir die Kirche San Miguel de Escalada im mozarabischen Stil, bevor wir am Abend mit León eine weitere wichtige Etappe auf dem historischen Jakobsweg erreichen. Übernachtung in León. 310 km

  • 7. Tag: Die Farben Leóns

    Wir beginnen den heutigen Tag mit dem Besuch der gotischen Kathedrale von León. Die Leuchtkraft der großflächigen Buntglasfenster erinnert an französische Vorbilder und gab den Pilgern des Mittelalters eine Vorstellung von der Schönheit des „Himmlischen Jerusalems“. Die Kirche San Isidoro schmückt sich mit romanischen Fresken und beherbergt die viel verehrten Reliquien des hl. Isidor von Sevilla. Über Hospital del Orbigo fahren wir weiter nach Astorga, wo wir die spätgotische Kathedrale und den Bischofspalast von Gaudí sehen. Eine reizvolle Landschaftsfahrt führt anschließend in das verlassene Bergdorf Foncebadón. Auf einer kurzen Wanderung erreichen wir das Cruz de Ferro. Nach alter Tradition legten die Pilger hier einen mitgebrachten Sorgenstein ab. Am Abend erreichen wir Cacabelos bei Ponferrada zur Übernachtung. 100 km

  • 8. Tag: Die letzte Etappe des Weges

    Am Vormittag fahren wir zum Cebreiro-Pass, der die Grenze zu Galicien markiert. Nach der Mittagspause führt der Weg weiter durch das grüne galicische Bergland nach Portomarin mit seiner Wehrkirche. Eine Wanderung durch duftende Eukalyptuswälder führt von Melide nach Boente. Kurz vor Santiago sehen wir wie die Pilger des Mittelalters vom Monte del Gozo zum ersten Mal auf die Türme der Kathedrale von Santiago. Nach unserer Ankunft gehen wir das letzte Stück des Pilgerwegs von der Puerta del Camino durch die Gassen der Altstadt zur Kathedrale zu Fuß. Zwei Übernachtungen in Santiago de Compostela. 160 km

  • 9. Tag: Santiago de Compostela

    Bei einem ausführlichen Rundgang erkunden wir die Altstadt Santiagos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im Mittelpunkt unserer Stadtbesichtigung steht der Besuch der romanischen Kathedrale, die nach christlichem Glauben über dem Grab des Apostels erbaut wurde. Ein Meisterwerk mittelalterlicher Steinmetzkunst ist der berühmte Pórtico de la Gloria. Die ausdrucksstarken Skulpturen des Eingangsportals gehören zu den eindrucksvollsten Kunstwerken der Romanik. Anschließend bleibt ausreichend Freizeit für individuelle Unternehmungen oder zur Teilnahme an einem der Pilgergottesdienste.

  • 10. Tag: Heimreise

    Transfer zum Flughafen von Santiago de Compostela und Rückflug.

Leistungen:
  • Flug mit Iberia oder einer anderen namhaften Fluggesellschaft mit Umstiegen in Madrid nach Bilbao und zurück von Santiago de Compostela
  • ROTALA Studien-Reiseleitung
  • Rundreise, Ausflüge, Besichtigungen und Wanderungen inklusive Eintrittsgeldern wie beschrieben
  • Doppel- und gegen Zuschlag Einzelzimmer
  • ROTALA Audio-System mit Kopfhörern
  • Zimmer mit Bad und/oder Dusche, WC, Föhn, Telefon und überwiegend Sat-TV und Klimaanlage
  • Halbpension mit Frühstücksbuffet und Abendessen
  • Ausführliche Reiseunterlagen mit Reiseliteratur
Weitere Informationen:

Vorgesehene Hotels:

Pamplona –  **** Hotel Maisonnave

Logroño –  *** Hotel Murrieta

Burgos –  **** Hotel Almirante Bonifaz

León –  *** Hotel Infantas de León

Cacabelos –  *** Hotel Villa de Cacabelos

Santiago –  *** Hotel Gelmirez

 

Unsere Wanderungen:

Unsere ausgesuchten Wanderstrecken auf dem Jakobsweg sind zwischen eineinhalb und sechs Kilometer lang, wir wandern zwischen einer und zweieinhalb Stunden. Jeden Tag entscheidet Ihre Reiseleitung je nach Wetterlage und Zeitrahmen über die Durchführung der Wanderungen. Die Teilnahme an den Wanderungen ist freigestellt, es besteht immer auch die Möglichkeit, die entsprechende Strecke mit dem Bus zurückzulegen.

  • Die Jakobspilger

    Schon an seiner Kleidung war der Jakobspilger leicht zu erkennen. Auf seinem Kopf trug er einen Hut mit breiter Krempe zum Schutz gegen Sonne und Regen. Eine Muschel, die an der hochgeschlagenen Vorderseite angeheftet wurde, diente nicht nur der Verzierung, sie war sichtbares Zeichen der Pilgerschaft zum Apostelgrab. Unter dem weiten, schweren Umhängemantel trug er eine Ledertasche, in der das Nötigste verstaut wurde. Der Pilgerstab half bei der Überquerung von Bächen, konnte aber auch zur Verteidigung benutzt werden. An ihm hing in der Regel eine Kalebasse als Trinkgefäß.

    So ausgerüstet machten sich im Mittelalter viele Pilger auf den beschwerlichen Fußweg an die galicische Atlantikküste. In der Hoffnung, dem himmlischen Paradies etwas näher zu kommen, hatten sie ihr Testament gemacht und sich von der Familie verabschiedet. Wenn sie dann nach Monaten oder Jahren in ihre Heimat zurückkehrten, hatte die Erfahrung der Pilgerschaft sie geprägt. Die Erlebnisse der Jakobspilger trugen so einen wichtigen Teil zur Entwicklung der mittelalterlichen Gesellschaft bei.

Reisepreise pro Person
Abreise29.05.201811.09.2018
Düsseldorf1.678,00 1.774,00
Frankfurt am Main1.718,00 1.718,00
München1.835,00 1.835,00
Berlin1.835,00 1.835,00
Zuschläge
Einzelzimmer328,00328,00

Weitere Abflughäfen auf Anfrage.

Unser Tipp:
Rail & Fly
zum Flughafen Frankfurt oder Düsseldorf: € 96,–

Das Klima vor Ort
Juni19 °C
September20 °C